Märchenhaft Rudern - von Polle bis zum Rattenfänger

17-12-2014 20:54 von Administrator

von M.Rheker

 

Der Ruderverein „Weser“ von 1885 e.V. Hameln veranstaltete in diesem Jahr das 49. Wanderrudertreffen und hatte ein tolles Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Wir vom RCS waren zu unglaublich günstigen Konditionen eingeladen. Am Samstag stand das eigentliche Ereignis – Rudern – auf dem Programm. Zwei Strecken waren im Angebot: von Holzminden nach Hameln - 52 km oder von Polle nach Hameln - 41 km. Thorsten, Petra und ich wollten uns das nicht entgehen lassen. Als Thorsten dann auf den letzten Drücker verhindert war, sprang Ingrid gern für ihn ein. So machten wir uns am Samstagmorgen ahnungslos aber neugierig – es war für uns alle eine Premiere – auf den Weg nach Polle. Dort lagen ca. 20 Boote am Weserstrand - durchnummeriert und wegen des starken Regens in der vorausgegangenen Nacht voll Wasser. Helfer des THW versorgten uns mit Eimern und Bechern und halfen uns beim Wasserschöpfen. Die anderen Teilnehmer, die mit dem Shuttlebus aus Hameln kamen, hatten am Abend zuvor vom Ruderverein „Weser“ von 1885 e.V. Hameln ihre Startunterlagen mit der Einteilung der Boote abgeholt. Nach dem Prinzip der Vereins- und Familientrennung wurden wir unterschiedlichen Booten zugeordnet. Ingrid musste zwar erst erklären, dass sie nicht männlich und nicht Thorsten war, aber ansonsten ging`s zügig auf`s Wasser – über einen eigens für die Veranstaltung gebauten Schwimmsteg. Auf den waren wir RCS-Ruderfrauen richtig neidisch. „Mein“ Boot mit einem 130 kg-Bernburger, einem Ostfriesen, einer Kölner Regattarruderin und Rüdiger Zemlin vom RCGH besetzt – alles alte Ruderhasen. Schnell gelang uns nicht nur der sportliche sondern auch der gesellige Einklang. Ich erfuhr so Einiges über Wanderrudern, Wanderrudertreffen und über den Äquatorpreis – einigen Teilnehmern sollte der am Sonntag in Hameln verliehen werden. Wow 42.000 Kilometern rudern!!! und das größtenteils auf Wanderfahrten!!! Mit Rüdiger Zemlin hatten wir zudem einen guten Reiseführer an Bord – u.a. ich weiß jetzt, dass der „Machwitz-Kaffee Hersteller“ das Schloss mit Café in Hehlen besitzt. Die Zeit verging noch schneller als die Strömung der Weser. Schon nach einer guten Stunde – 10.30 Uhr – legten wir in Bodenwerder an, wo es Erbsensuppe, Kuchen, Getränke und viele interessante Gespräche mit Ruderern aus ganz Deutschland gab. So gestärkt ging`s auf die Zieletappe zum Rattenfänger. Am Truppenübungsplatz wurden wir ein letztes Mal von den THW-Helfern „bedient“. Sie hatten eigens für diese Veranstaltung einen Crash-Kurs in „Sachen Ruderboote“ absolviert und halfen uns die Boote rein und raus zu heben. Danke Danke Danke – Gibt`s in Schieder kein THW? Zum Abschluss spendierte der Veranstalter noch ein Gläschen Sekt – Prost auf das märchenhafte Erlebnis!

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